IARU Notfunk Übung über QO-100 Satellit

Wir sind um 0700 UTC (0800 CET) vom Stützpunkt “Toolbox”, wo die Fahrzeuge “Krümel” und “G” einsatzbereit gehalten werden,  auf den Gehrenberg In JN47QR gefahren. 

Das Wetter war anfangs noch unter 0 Grad C, im Laufe des Vormittags dann auf 3 Grad C ansteigend. Morgens noch bewölkt, aber niederschlagsfrei, wurde es bis Mittag immer sonniger.

Im Einsatz waren 5 Mann,  4 Operators (von links: Rolf DO9ABC, Eberhard DL1GBQ, Robert DL5RT, Hubert DK9TI, ) und ein Funkamateur in Ausbildung, Florian DN5RT.

Am Einsatzort haben wir beide Fahrzeuge aufgebaut und waren ab 0815 UTC QRV.

Es folgte ein erstes Test-QSO mit Sepp DL7SEP, mit beiderseitigen 59 Rapport.

Um 0900 UTC haben wir dann auf 10489.865MHz gehört und konnten gleich darauf G4NRC ( Operator David M0TGC) etwas höher empfangen.

Wir haben uns dann kurz mit unserem offiziellen DARC Notfunk Rufzeichen DQ0O bei G4NRC gemeldet und eingecheckt.

Nach Mithören einiger Nachrichten haben wir bei G4NRC angefragt, ob für uns eine Nachricht vorliegt.

Das war der Fall, und wir haben Nachricht 203 von G4NRC erhalten.

Der Header ging noch gut, bei der Nachricht selbst hatten wir Schwierigkeiten, diese richtig zu verstehen. Nach dem Empfang von 7 von 14 Worten und mehrmaligen Nachfragen und Korrekturen war dann G4NRC nicht mehr aufzunehmen, vermutlich temporär offline.

Wir haben später beim Mithören anderer Nachrichten gemerkt, das G4NRC zwischendurch mehrmals kurz nicht QRV war, dann aber wieder geantwortet hat.

Es könnte sich um ein technisches Problem gehandelt haben, oder David als OP war wirklich etwas überlastet.

Leider konnten wir diese erste Nachricht deshalb nicht erfolgreich aufnehmen.

Da auch andere Stationen Probleme mit dem Mitschreiben der Nachrichten hatte, ist man später auf eine Übermittlung in 3er oder 5er Wortgruppen übergegangen, mit jeweils QSL danach. Das war dann deutlich besser.

Nach Plan haben wir dann zwischen 0915 UTC und 0920 UTC auf 10489.850MHz HA8DH gerufen, der aber nicht geantwortet hat.

Besser ging es dann bei dem um 1010 UTC geplanten QSO mit S50ABR. 

Wir konnten seine Nachricht 001 mit dem Text “THE WEATHER IN SEVICA IS SUNNY. 10 OPERATORS ARE AVAILABLE. WE WORK ON ICOM 9700 STATION AND TRANSVERTER”

einwandfrei aufnehmen

Anschließend folgte ein QSO auf Deutsch mit DK0CRT und dem OP Thomas DJ6TB in JN67HT. 

Seine Nachricht 002 an DQ0O “MY QTH IN SOUTHERN GERMANY IS CALLED BERGEN AND IS 550M ABOVE SEA LEVEL. I AM THE ONLY OPERATOR” war problemlos zu empfangen.

Danach konnten wir eine eigene Nachricht 101 “FOUR OPERATORS IN TWO VEHICLES. TEMPERATURE 3 DEGREE CELSIUS” an DR4W übermitteln, mit der Bitte, diese an den Empfänger ZS4DCC in Südafrika weiterzuleiten.

Das hat UFB geklappt, danke nochmal an den OP Peter.

Wir konnten später die erfolgreiche Weiterleitung unserer Nachricht an ZS4DCC mithören.

Um 1100 UTC war die Übung dann zu Ende, G4NRC hat sich bedankt und die Stationen haben sich verabschiedet.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Mitschreiben und dem Verstehen der britischen Aussprache hat es wirklich gut geklappt.

Unsere Technik hat funktioniert wie geplant, das Team war auch super engagiert.

Nach Abbau und Einpacken waren wir um 1230 UTC wieder zurück in unserem Stützpunkt.

Vielleicht könnten wir beim nächstenmal auch weitere Betriebsarten, wie z. B.  RTTY ausprobieren. Das könnte die Nachrichten Übermittlung ev. beschleunigen.

Da Team Notfunk Bodensee bedankt sich ganz herzlich für die Möglichkeit der Teilnahme an der IARU Notfunk-Übung!

Wir sind beim nächsten mal gerne wieder dabei.

vy 73 de Robert, DL5RT

Das Notfunkfahrzeug “Krümel” mit ausgefahrener Sat-Antenne
OP Robert, DL5RT
Robert DL5RT

Robert DL5RT

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