Kein Strom – kein Notruf

…mit diesem Hinweis wirbt der Berger Funkamateur Stefan Heckner für sein Anliegen: Für ihn ist Kommunikation die Grundlage jedes Krisenmanagements und so bemüht er sich ehrenamtlich darum, mit seiner Notfunkgruppe die Kommunikation im Krisenfall für Bevölkerung und Behörden zu verbessern.
Heckner ist Mitglied des eingetragenen Vereins Notfunk Bodensee, der sich zum Ziel gesetzt hat, ein Netz von Anlaufstellen zum Absetzen eines Notrufs zu bilden. Für den Fall der Fälle. Den „Krisenfall“, wie Stefan Heckner sagt. „Unser Stromnetz wird aus unterschiedlichen Gründen immer instabiler. Das kann in Zukunft zu mehr Stromausfällen, im schlimmsten Fall zu einem Blackout führen.“ Erfahrungsgemäß werde das Mobilnetz sofort überlastet und alsbald aufgrund mangelnder Stromversorgung der Masten gar nicht mehr funktionieren, mahnt Heckner. Das Festnetz falle ohnehin sofort aus, erklärt Heckner lapidar.
Um jedoch auch im Krisenfall einen Notruf absetzen, die Polizei oder die Feuerwehr rufen zu können, bedarf es eines Funk Amateurs in der Nachbarschaft. Am besten einen wie Heckner. Der ist nicht nur neues, viertes Mitglied der Helfer-vor-Ort-Gruppe in Berg. Nein, Heckner verfügt
gleich noch über ein Notfunk-Fahrzeug mit automatisch ausgerichtetem Satelittenspiegel, der über den geostationären Satelliten weltweit kommunizieren kann. Damit kann ein lokales WLAN aufgespannt werden, Ton, Daten, Bild und Videonachrichten verschickt und dem Notfunknetzwerk eine Internetverbindung bereit gestellt werden,
wie Heckner schwärmt. Das einzige Handicap des Notfunkfahrzeugs, das von Heckner liebevoll „Krümel“ genannt wird: Der Ford F550 Super Duty, ein schlanker 7,5-Tonner, der momentan mit einem ausfahrbaren, zehn Meter langen Funkmasten bestückt wird, hat keine Bleibe.
Sprich: Stefan Heckner sucht auf diesem Weg einen Stellplatz,
im besten Fall einen überdachten Unterstand.
Mit Stromanschluss, falls möglich. „Falls wir für Krümel keine Heimat in oder um Berg finden, dann geht das Einsatzfahrzeug voraussichtlich in den Raum Friedrichshafen“, bescheidet Heckner und es ist ihm anzumerken, dass er dies bedauerlich fände.
„Außer dem Gefühl, etwas Gutes getan zu haben, kann ich ein strahlendes Lächeln, ein von Herzen kommenden Dankeschön und eine Spendenquittung als Gegenleistung offerieren“, scherzt Heckner.
Wer Näheres zur Arbeit von Notfunk Bodensee e.V. erfahren, selbst Ambitionen als Hobbyfunker hat oder gar einen Stellplatz für Krümel anbieten mag, der wendet sich gerne telefonisch an Stefan Heckner unter Mobil 0171 35 45 200 oder schickt dem Weilemer eine Email via stefan-heckner@gmx.de.

Stefan Heckner (mit Käppi) ist nicht nur neuer Helfer-vor-Ort in Berg sondern auch Teil des Teams von Notfunk Bodensee e.V. Ihm wäre sehr daran gelegen, dass Einsatzfahrzeug „Krümel“ in Berg eine Heimat findet.

Veröffentlich am 05.11.2020 im Amtsblatt der Gemeinde Berg.

Text: Stefan Heckner & Gemeinde Berg Bild: Notfunk Bodensee

Stefan Heckner

Stefan Heckner

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